Elementor 2 – Vom Page Builder zum Theme Builder

Der beliebte Elementor Page Builder geht in die zweite Runde. Mit der Version 2 kommen nicht nur neue Features, sondern man betritt neues Terrain: Elementor 2 mausert sich vom Page Builder zum Theme Builder. Künftig lassen sich mit dem Elementor nicht nur Seiten und Beiträge, sondern z. B. auch Header und Footer sowie Vorlagen für Beiträge (Post Templates) und Archive erstellen. Außerdem wird die Gestaltung Deiner Homepage mit dem Elementor 2 durch die Einführung der sogenannten »Elementor Blocks« noch einfacher. Was es damit alles auf sich hat, habe ich mir mal genauer angeschaut und starte hier eine Artikelserie rund um den Elementor 2.

Der nachfolgende Beitrag stellt meine persönliche Meinung im Sinne eines Erfahrungsberichts und keine Produkt- und/oder Kaufempfehlung dar. Über ein normales Kundenverhältnis hinaus stehe ich in keiner geschäftlichen Beziehung zum Entwickler.

Bereits Ende Februar veröffentlichten die Entwickler in ihrem Blog einen Beitrag, in welchem sie den Versionssprung auf Elementor 2 ankündigten und die einzelnen Schritte des Upgrades beschrieben haben. Denn die neuen Features werden nicht auf einen Schlag, sondern nach und nach veröffentlicht. Inzwischen wurde die kostenfreie Version des Elementor auf die Version 2 umgestellt. Der Elementor Pro wird demnächst folgen, lässt sich jetzt aber schon in einer Betaversion testen (Nachtrag 17.04.2018: Die Premium-Variante wurde inzwischen ebenfalls auf Version 2 umgestellt).

Der Elementor Page Builder: Ein Erfolgsgeschichte

Seit der Veröffentlichung kann der Elementor Page Builder auf eine einzigartige Erfolgsgeschichte zurückblicken. Ich bin relativ früh auf den aufgehenden Stern am Page Builder Himmel im Spätherbst 2016 aufmerksam geworden und konnte mir Anfang Dezember 2016 das Release-Angebot der Premium-Features von Elementor Pro sichern. Darüber hatte ich dann auch einen Erfahrungsbericht veröffentlicht, wobei ich mich jedoch auf die Features der kostenfreien Version konzentriert hatte.

Heute, nicht einmal zwei Jahre später, ist der Elementor Page Builder längst kein Geheimtipp mehr. Über 600.000 aktive Installationen und fast nur 5-Sterne-Bewertungen sprechen eine mehr als deutliche Sprache.

WordPress Elementor Page Builder Webdesign Plugin
Der Elementor Page Builder in der WordPress Plugin Bibliothek (Screenshot)

Immer wieder hatte ich mir vorgenommen, mehr über den Elementor hier auf meiner Homepage zu berichten, insbesondere über die Premium Features, die ich bei meinem ersten Erfahrungsbericht etwas stiefmütterlich behandelt hatte. Die Veröffentlichung von Elementor 2 soll jetzt der Anlass sein, Versäumtes nachzuholen.

Da ich mich den einzelnen Features detaillierter widmen möchte als man es gemeinhin in einem Review tut, werde ich in den kommenden Wochen und Monaten eine ganze Artikelserie zum Elementor Page Builder veröffentlichen. Dabei werde ich mich an der Roadmap der Entwickler orientieren. Denn obwohl viele Features der Premium Version von Elementor 2 bereits über eine Betaversion zugänglich sind, möchte ich nicht über Betaversionen schreiben, sondern das offizielle Release abwarten.

Elementor Blocks

Inzwischen wurde das Kernplugin des Elementor Page Builder, also die kostenlose Variante, die Du Dir aus der WordPress Plugin Bibliothek herunterladen und installieren kannst, auf die Version 2 umgestellt. Mit diesem Upgrade wurde ein neues Feature veröffentlicht, die »Elementor Blocks«.

WordPress Elementor Page Builder Webdesign Plugin
Die »Elementor Blocks« in Elementor 2 (Screenshot)

Bei diesen »Elementor Blocks«, übrigens nicht zu verwechseln mit den Blocks im kommenden WordPress Editor Gutenberg, handelt es sich um vorbereitete Vorlagen für diverse Sektionen, mit deren Hilfe sich mit wenigen Klicks ein Grundgerüst für eine Seite oder einen Beitrag zusammenstellen lassen. Das funktioniert im Prinzip genauso wie mit den Page Templates, nur dass es sich eben nicht um Vorlagen für ganze Seiten, sondern nur für einzelne Sektionen handelt.

Bis jetzt gibt es bereits sehr viele dieser Vorlagen, die in 18 Kategorien, wie z. B. Hero, Call To Action, FAQ, Features, Services uvm. eingeteilt sind. Die Anzahl der Vorlagen wird stetig erweitert werden. Allerdings sind einige dieser Vorlagen nur für die Premium Variante Elementor Pro vorgesehen (wie z. B. Vorlagen in den Kategorien Header, Footer, Single Posts, Archives), da sie die kommenden Theme Builder Funktionen benötigen, die dem Elementor Pro vorbehalten sind. Ich werde darauf in einem der kommenden Artikel in meiner Beitragsserie zum Elementor 2 noch detaillierter zurückkommen.

Kompatibilität mit Gutenberg und WordPress 5

Eines der brennenden Themen gerade in der Page Builder Szene ist die Kompatibilität mit Gutenberg und WordPress 5. Mit der Veröffentlichung von Elementor 2 versprechen die Entwickler die volle Kompatibilität mit dem kommenden Gutenberg Editor.

»The new version of Elementor will be completely compatible with Gutenberg, and we are now considering a variety of ways to connect the new WordPress editor with Elementor. Once it’s out, you will be able to write your post in Gutenberg, then design it with Elementor.« Ben Pines, CMO von Elementor

Man kann sich als Nutzer von Elementor also beruhigt zurücklehnen und gespannt der Dinge sein, die da noch kommen werden. Neben der grundsätzlichen Kompatibilität lässt sich die Aussage: »we (…) considering a variety of ways to connect« weit interpretieren. Für mich wäre bspw. eine wie auch immer geartete Verbindung zwischen den Elementor Blocks und den Gutenberg Blocks denkbar. Aber da werden wir wohl oder übel noch ein wenig warten müssen.

Vom Page Builder zum Theme Builder

Die am weitest gehende Neuerung wird in den nächsten Wochen die kostenpflichtige Premium Version des Elementor Page Builders erhalten. Die Beschränkung, lediglich Seiten und Beiträge mit dem Elementor gestalten zu können, wird nach und nach fallen:

»Now, It’s time to go beyond the page level.« Ben Pines, CMO von Elementor

Der Roadmap folgend, wirst Du in Kürze mit Elementor Deine Header und Footer gestalten können. Was im Moment nur mit einem Addon oder mit Zusatzfunktionen bestimmter Themes über Umwege möglich gewesen ist, wird nun in den Elementor integriert.

In einem weiteren Schritt folgen dann die Features zur Gestaltung von Single-Post Templates sowie Archivseiten. Auch an WooCommerce Shop- und Produktseiten wird dabei gedacht. Unterstützt werden auch die beliebten Plugins Advanced Custom Fields und Toolset.

Allerdings, wie schon gesagt, sind diese Funktionen der kostenpflichtigen Premium Version von Elementor vorbehalten. Als Nutzer von Elementor Pro wirst Du aber kein zusätzliches Plugin benötigen.

»After Elementor 2.0 is released, we are going to bundle all the theme building parts inside the existing Pro version, so you won’t need to buy any other plugin.« Ben Pines, CMO von Elementor

Damit geht man bei Elementor einen anderen Weg als die Konkurrenz, was sehr erfreulich für alle Kunden sein dürfte.

Artikelserie zu Elementor 2

Wie bereits mehrfach erwähnt, stellt dieser Beitrag den Auftakt zu einer Artikelserie dar. Ich werde in den kommenden Wochen und Monaten mehrere Beiträge zum Elementor Page Builder veröffentlichen, in welchen ich mich detaillierter den vielen Funktionen, einschließlich der neuen Features zuwenden werde. Sobald ein neuer Beitrag fertig und veröffentlicht ist, werde ich ihn an dieser Stelle verlinken. Es lohnt sich also, in der nächsten Zeit regelmäßig vorbeizuschauen.

++NACHTRAG 17.04.2018++ Elementor 2 Pro wurde inzwischen veröffentlicht. Ich arbeite bereits an der hier angekündigten Artikelserie.

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