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FCK gewinnt ein „dreckiges Spiel“ gegen die Kickers aus Würzburg

Nach dem Schlusspfiff sprachen alle von einem »dreckigen Spiel«. Mit solchen »dreckigen Spielen« hatte die Roten Teufel vom FCK in der letzten Zeit so ihre Probleme. Sie wurden zu selten gewonnen. Diesmal war es gegen den FC Würzburger Kickers jedoch eines dieser »dreckigen Spiele«, an deren Ende man mal wieder und endlich resümieren konnte: »Egal! Hauptsache gewonnen und drei Punkte eingefahren«.

Nach dem Schlusspfiff sprachen alle von einem »dreckigen Spiel«. Mit solchen »dreckigen Spielen« hatte die Roten Teufel vom FCK in der letzten Zeit so ihre Probleme. Sie wurden zu selten gewonnen. Diesmal war es gegen den FC Würzburger Kickers jedoch eines dieser »dreckigen Spiele«, an deren Ende man mal wieder und endlich resümieren konnte: »Egal! Hauptsache gewonnen und drei Punkte eingefahren«. Für den weiteren Verlauf dieser schweren Saison dürfte man sicherlich sagen und hoffen können: »Mehr davon!«. Höhere Erwartungen und größeren Ambitionen in fußballerischer Hinsicht wird die Mannschaft wahrscheinlich zu selten erfüllen können. Aber eines darf dabei nicht aus den Augen geraten: Der Minimalismus in dieser Saison darf, wenn nicht grundsätzlich überwindbar, kein »Unentschieden-Minimalismus« bleiben. Ansonsten könnte es hinten raus gefährlich werden. Nur insofern war das gestrige Spiel ein gutes Spiel für den FCK.

Dreckige Spiele

Dreckige Spiele sind so eine Sache. Sie sind per definitionem in den seltensten Fällen schön anzuschauen und wenn doch, dann allenfalls aufgrund der Spannung. Beim FCK dieser Tage ist besonders die Frage spannend, ob die Roten Teufel mal wieder ein Tor schießen werden. Nach der »Nullnummer« in Sachen Tore und Punkte bei Hannover 96 am letzten Montag und mit Blick auf die bisher gelaufene Saison mag sich so langsam auch die Frage aufdrängen: Wo liegt eigentlich der Negativrekord geschossener Tore bei gleichzeitigem Klassenerhalt? Wer sich die Mühe macht und mir diese Frage als Kommentar unter diesen Artikel belegt beantworten kann, der bekommt eine Tafel Schokolade; Ritter Sport, versteht sich natürlich.

Am Ende waren sich dann auch alle ganz schnell einig. Ein »dreckiges Spiel«, aber die Hauptsache ist ein Sieg und die ersten drei Punkte für den FCK in der Rückrunde. Diese Weisheit war auch dem sehr glücklichen Robert Glatzel bekannt, der sich heute mit seinem ersten Tor für den 1. FC Kaiserslautern einen Traum erfüllt hatte.

»Am Ende scheißegal, Hauptsache gewonnen. Das ist jetzt das Wichtigste« — Robert Glatzel nach dem Spiel bei FCK-TV

Ein Spiel mit wenigen Höhepunkten

Der FCK ging unverändert im Vergleich zum letzten Auswärtsspiel in die Partie, deren Höhepunkte schnell erzählt sind.

Bereits nach fünf Minuten hätte es für den FCK gewaltig nach hinten losgehen können, als Benatelli den Ball aus kurzer Distanz nur knapp über das Tor feuerte. Die ersten 10 Minuten bieten die Roten Teufel eher ein nervöses Durcheinander und fingen sich mit der ersten Chance für Przybylko in der 11. Minute, dessen Kopfball der Torwart der Kickers gut parieren konnte.

Ab jetzt lief es ein bisschen besser für den FCK. In der 18. Minute hat Osawe nach Vorlage von Halfar die nächste gute und erwähneswerte Chance, die Betzebuben in Führung zu schießen. Spätestens ab der 30. Minute verflacht das Spiel dann auf beiden Seiten zusehens. In der 36. Minute gab es dann den Aufreger der ersten Halbzeit: Eine aus meiner Sicht klare Notbremse von Schoppenhauer an Halfar. Die Rote Karte wäre hier durchaus angebracht gewesen, denn unser Daniel hätte ansonsten alleine vor dem gegnerischen Torwart gestanden. Doch der Schiri gab nur Gelb gegen Schoppenhauer. Danach plätscherte sich das Spiel in die Halbzeitpause. Gähn!

Zu Beginn der zweiten Hälfte konnte man den Eindruck gewinnen, dass die Jungs vom Betzenberg es ein wenig zielstrebiger angehen wollen. Allerdings hielt sich dieser Eindruck dann nicht lange. Im Gegenteil scheinen die Kickers ein wenig Oberwasser zu bekommen. Es gab zwar keine Großchancen, aber vom FCK sah man schlicht gar nichts. Den ersten ernstzunehmenden Torschuss in der zweiten Hälfte gab Sebastian Kerk erst in der 73. Spielminute ab. Und das in der Form eines Freistoß nach vorherigem Foul an Mwene.

Mit Robert Glatzel kam der Sieg für den FCK von der Bank

In der 79. Spielminute wechselte Coach Meier den Sieg für den 1. FC Kaiserslautern ein, indem er Robert Glatzel für Daniel Halfar brachte. Glatzel war keine ganzen zwei Minuten auf dem Platz, als er in der 81. Minute nach Vorlage von Przybylko den Ball über die Linie drückte. Tor!!! Da ist endlich mal wieder eins.

Jetzt bloß nicht nervös werden und hinten sich keines einfangen. Diese Devise ging dann auf und nach dem Spiel sah Bernd Hollerbach, Trainer der gegnerischen Mannschaft, es dann auch ganz richtig, dass der FCK mit seiner bis dahin einzigen Chance in der Zweiten Halbzeit das Tor gemacht hatte und — da ergänze ich dann mal —, in Anbetracht dessen und mit Blick auf eine sehr bescheidene Leistung, man dies und damit den Sieg als durchaus glücklich bezeichnen kann.

»Wir sind überglücklich, dass wir das Spiel gewonnen haben«

Dass überall auf dem Betzenberg tonnenweise Steine von den Herzen gefallen sind, bringt der Trainer mit seinem ersten Satz bei der Pressekonferenz auf den Punkt: »Wir sind überglücklich, dass wir das Spiel gewonnen haben«. Es folgt dann erwartungsgemäß das, was man nach einem solchen Spiel und bezogen auf die besondere Situation beim FCK sagen muss: »Es ist für uns, und gerade für diese junge Mannschaft, die wir haben, ganz wichtig gewesen, nach einigen erfolglosen Spielen, auch mal wieder diese Gefühl zu bekommen: »Wir können es«. Die Würzburger Kickers ist ein ganz ganz schwer zu bespielender Gegner, haben gut gepunktet in der Liga, schon gegen ganz andere Mannschaften, sind total eklig zu spielen, haben eine gute Raumaufteilung, sind gut in den Zweikämpfen. Ich habe etliche Spiele auch selbst mal live oder auch im Fernsehen sehen dürfen, so dass mir das klar war, dass dieses Spiel nicht einfach werden würde. Auf der anderen Seite ist es natürlich schön, so ein »dreckiges Spiel« auch einmal zu gewinnen und zu aller erst natürlich für unsere Mannschaft«. Dem ist dann auch nicht viel hinzuzufügen.

Fußball ist Ergebnissport

»Wir sind alle sehr erleichtert, vor allem, weil das Spiel heute wirklich ein »Dreckspiel« war. Wir haben gefighted bis zur 90. Minute und wurden zum Glück dann auch belohnt«, so Sebastian Kerk nach dem Spiel bei FCK-TV. Gegen Hannover habe man gut gespielt, aber verloren. Heute gegen Würzburg sei es weniger gut gewesen, habe aber die drei Punkte geholt. Schlechtere Spiele mit einem Sieg habe man lieber als bessere Spiele ohne Punkte. Tja, Fußball ist halt ein Ergebnissport. Von daher, so Kerk ausblickend auf das nächste Spiel, könne man jetzt so nach Düsseldorf fahren.

Was immer diese Aussage für die Qualität des kommenden Spiels gegen die Fortuna aus Düsseldorf bedeuten mag, zumindest ergebnistechnisch weiß man spätestens mit dem heutigen Spiel gegen Würzburg, dass man auch die »dreckigen Spiele« gewinnen kann und auch muss. Denn mit Blick auf die Tabelle ist nach wie vor Obacht angesagt. Der bisher gezeigte Minimalismus in Sachen Tore kann nur dann erfolgreich sein, wenn am Ende der jeweilige Gegner noch weniger ins Eckige trifft, die Spiele gewonnen werden und die drei Punkte an den FCK gehen. Ein nur »Unbesiegt« im Sinne eines »Unentschieden-Minimalismus« könnte am Ende sehr gefährlich werden.

Artikelfoto: Jens Geilich (rockxx.de | CC-BY-NC)

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Auf rockxx.de blogge ich über Themen, die mich als Blogger & WordPress Nerd, Anhänger der Roten Teufel und Fan des American Football interessieren und bewegen. In jedem Fall tue ich hier meine Meinung kund und dies auch manchmal mit »zwinkerndem Auge«. Fühle Dich frei, meine Beiträge zu kommentieren und zu teilen.

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