FCK Teufel auf Flagge
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Frontzeck ist der neue Cheftrainer des FCK

Die besonderen Umstände zwingen den 1. FC Kaiserslautern dazu, Michael Frontzeck nicht als Vertreter, sondern als Nachfolger von Jeff Strasser zu präsentieren. Da es über den genauen Zeitpunkt einer möglichen Rückkehr des erkrankten Cheftrainers keine Gewissheit gab, schied eine "Brückenlösung" aus. Jeff Strasser war zu jeder Zeit in die Entscheidungsfindung eng eingebunden, so Boris Notzon.

Dass Michael Frontzeck der neue Trainer des FCK werden soll, waberte schon einen Tag zuvor durch diverse Medien einschließlich den Social Media Plattformen. Was noch nicht so ganz klar gewesen ist, zumindest für Außenstehende, dass Michael Frontzeck nicht die Vertretung, sondern die Ablösung von Jeff Strasser sein wird. Jedenfalls erging mir das so und meiner Einschätzung nach auch vielen anderen Fans. Im Nachhinein lässt sich aber im Statement von Jeff Strasser vom 31. Januar 2018 zwischen den Zeilen eine Andeutung davon finden, was dann einen Tag später offiziell werden sollte:

»Auch wenn mein Ausfall glücklicherweise nicht lang andauern wird, so ist jeder Tag Abwesenheit zu lang. Der FCK muss deshalb die Interessen des Vereins wahren und eine zeitnahe Lösung für die Trainerposition finden.« (Jeff Strasser auf fck.de).

Nach wie vor und unverändert gilt natürlich, dass die Gesundheit von Jeff Strasser das Wichtigste ist und – so leid es ihm selbst tut – bezüglich seiner Person die unmittelbare Zukunft des FCK vorläufig Nebensache ist. Deshalb möchte ich an dieser Stelle nochmals alles Gute und schnellste Genesung in Richtung von Jeff Strasser senden. Komm‘ schnell wieder auf die Beine und dann stärker zurück als zuvor.

Vertretung oder Ablösung?

Als ich das Statement von Jeff Strasser am Mittwoch gelesen hatte, sind mir diese oben zitierten drei Sätze zunächst ein wenig durchgegangen. Der Kicker sprach in seinen ersten Meldungen am 31. Januar 2018 auch noch von der »Strasser-Vertretung« und davon, dass die Dauer des Engagements von Frontzeck noch unklar sei. Erst die Rheinpfalz schrieb nicht mehr ganz so zurückhaltend von einer Vertretung durch Michael Frontzeck, sondern von dem designierten »neuen Cheftrainer« und »Nachfolger«. Ein Sturm der Entrüstung fegte dann einen Tag später durch die Social Media Plattformen. Abgesehen von einigen entsetzten Postings bezüglich der bisherigen Negativbilanz von Michael Frontzeck, die schon nach den ersten Spekulationen vereinzelt auftauchten, war mit Bezug auf Jeff Strasser dort viel von „Abserviert“ und „Kaltgestellt“ zu lesen, hier und da sogar mit verschwörungstheoretischem Anstrich, man hätte angeblich rund um die Geschehnisse beim Spiel gegen Darmstadt eine Gelegenheit (aus-)genutzt.

Weit abseits solcher Verschwörungstheorien gebe ich zu, dass sich auch bei mir zunächst eine gewisse Irritation breit gemacht hatte.

Eine »Brückenlösung« war nicht möglich

Klarheit stellte sich dann aber am nächsten Tag während der Pressekonferenz ein. Auf explizite Nachfrage verwies Boris Notzon darauf, dass es keine absolute Gewissheit darüber gebe, wann Jeff Strasser wieder vollends genesen zur Verfügung stünde und, was noch viel wichtiger in diesem Zusammenhang ist, dass alle Entscheidungen in Absprache und Einvernehmen getroffen worden sind:

»Gesund-Sein und diesen Job als Cheftrainer unter diesem Druck, diesem Stress auszuüben, das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Das heißt, es gibt keine Gewissheit, dass Jeff Strasser in sechs Wochen wieder vollkommen so hergestellt ist, dass er diesen Job wieder hätte antreten können. (…) Wir haben das mit Jeff ganz klar kommuniziert.« (Boris Notzon).

Spätestens jetzt sollte eigentlich auch Schluss sein mit den entrüsteten Aussagen, man hätte Jeff Strasser rücksichtslos »fallengelassen, wie eine heiße Kartoffel«. Solche und ähnliche Ausbrüche reichen allenfalls noch zur Erzeugung affektheischender und sensationsgieriger Schlagzeilen bekannter Blätter.

»Was das Arbeitsvertragliche betrifft, haben wir mit Jeff besprochen: erstmal gesund werden, dann treffen wir uns und dann besprechen wir alles« (Boris Notzon).

Damit ist unmissverständlich klar gestellt, dass Jeff Strasser nicht entlassen worden, sondern krankheitsbedingt beurlaubt oder freigestellt ist.

»Optimismus ja, wohl wissend, dass es nicht einfach wird«

Angesichts der Kurzfristigkeit und den besonderen Umständen darüber hinaus, konnte Michael Frontzeck natürlich noch nicht den sportlichen Masterplan für den Klassenerhalt präsentieren. Lauscht man am Puls der Basis, so scheint es jedenfalls keine einfache Mission für Frontzeck zu werden, denn nicht nur gegen den Abstieg wird der neue Cheftrainer kämpfen müssen, sondern auch gegen erheblichen Zweifel in der Fangemeinde. Unter dem Hashtag #Betze findet man viele Hinweise auf eine Negativbilanz bei seinen bisherigen Engagements.

Ich persönlich bin dabei immer hin und her gerissen. Selbstverständlich schaut man bei Spielern und Trainern, die neu in den Verein kommen, auf Statistiken. Und es ist auch völlig nachzuvollziehen, dass man im Falle einer nicht ganz so rosigen Bilanz ins Grübeln geraten, ja auch Zweifel äußern kann. Andererseits lassen sich die verschiedenen Stationen nicht unbedingt miteinander vergleichen. Viel zu unterschiedlich sind bzw. waren die Ausgangssituationen und Rahmenbedingungen. Hinzu kommt, dass der FCK sicherlich nicht (mehr) zu den heißbegehrten Topadressen gehört, von seinen finanziellen Mitteln mal ganz abgesehen.

Michael Frontzeck ist in jedem Fall ein erfahrener Trainer. Es gebührt nicht nur dem Anstand, ihm eine ehrliche Chance zu geben. Letztendlich wird auch den Zweiflern und Nörglern nichts anderes übrig bleiben. Und sie werden – wie so oft – die ersten Jubelchöre mit anstimmen, wenn in den nächsten Spielen die Ausbeute stimmt.

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