FCK steigt in die 2. Liga auf

Lautre is widder do

Nach dem verpatzten direkten Aufstieg, den man mit drei Niederlagen in Folge in den letzten Spielen der Saison verdaddelt hatte, habe ich nicht mehr wirklich dran geglaubt. Doch dann bot man Dynamo Dresden in zwei Relegationsspielen einen heißen Kampf und hat es nach vier Jahren Drittklassigkeit endlich geschafft. 2. Liga, wir kommen!

Die Brust wie­der etwas brei­ter, der Kopf ein Stück weit höher: Laut­re is wid­der do! Ich kann es noch nicht ganz fas­sen. Aber nach weni­gen Stun­den Schlaf, ein paar mal Zwi­cken und einem selbst­ver­ge­wis­sern­den Blick in mei­ne Time­li­ne scheint es wahr und kein Traum gewe­sen zu sein.

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Screen­shot aus Twit­ter @Rote_Teufel

Katastrophenstart

Die Sai­son begann, wie die letz­te ende­te: kata­stro­phal. Dem Abstieg in die Bedeu­tungs­lo­sig­keit ent­ron­nen, mal wie­der einen Neu­an­fang ange­kün­digt und dann star­tet man mit einer Null­num­mer gegen Braun­schweig, einer Nie­der­la­ge gegen Mep­pen und einem Desas­ter gegen Vik­to­ria Ber­lin. Der Sieg gegen 1860 war ledig­lich ein kur­zer Licht­blick. Es folg­te eine Nie­der­la­ge gegen Hal­le, ein Unent­schie­den gegen Zwi­ckau und erneut eine Nie­der­la­ge gegen Mag­de­burg. Fünf Punk­te in den ers­ten sie­ben Spie­len. Ganz toll!

Der Wendepunkt

Der Wen­de­punkt in jeder Hin­sicht kam dann im Der­by gegen den Wald­hof. Mit neun Mann den Mann­hei­mern einen Punkt abge­trotzt, mit einer Lei­den­schaft, die man schon lan­ge nicht mehr bei den Bet­ze­bu­ben gese­hen hat­te. Es folg­ten vier Sie­ge, ein­schließ­lich einem ful­mi­nan­ten 0:6 aus­wärts beim TSV Havelse.

Ein nächs­ter Höhe­punkt dürf­te dann das Der­by gegen Saar­brü­cken am 15. Spiel­tag gewe­sen sein, wo man drei Punk­te aus dem Saar­land mit in die Pfalz holte.

Die Hin­run­de ende­te mit einem Aus­wärts­sieg gegen Türk­gücü Mün­chen, drei Punk­te, die spä­ter wegen der Insol­venz von Türk­gücü gestri­chen wur­den. Aber man stand zum Ende der Hin­run­de mit 30 Punk­ten auf Platz 6.

Die Rückrunde

In die zwei­te Hälf­te der Sai­son star­te­te man mit acht Spie­len ohne Nie­der­la­ge, wie­der mit einer Null­num­mer im Der­by gegen Mann­heim. Die ers­te Nie­der­la­ge setz­te es dann aus­wärts gegen 1860.

Es folg­te wie­der eine Serie von sechs Spie­len ohne Nie­der­la­ge, abge­run­det durch einen Heim­sieg gegen Saarbrücken.

Am 34. Spiel­tag stand man mit 63 Punk­ten auf Platz 2. Der direk­te Auf­stieg rück­te näher und näher. Mag­de­burg war auf und davon. Braun­schweig woll­te ein­fach kei­ne Punk­te las­sen und blieb dem FCK auf den Fer­sen. Aber die Bet­ze­bu­ben spiel­ten bestän­dig und stark. 

Nach drei Spiele des Grauens ab in die Relegation

Bis, na ja, bis dann der 35. Spiel­tag mit einer Nie­der­la­ge gegen Wies­ba­den ende­te. Braun­schweig konn­te nicht direkt nach­le­gen, da die annu­lier­te Par­tie gegen Türk­gücü anstand. Also war noch nichts pas­siert und alle dach­ten an einen Aus­rut­scher. Dass es aber in Fol­ge eine Nie­der­la­ge zuhau­se gegen Dort­mund II gab und dann eine 4:0 Klat­sche gegen Vik­to­ria Köln, konn­te da noch kei­ner ahnen.

Am 37. Spiel­tag war dann klar: Braun­schweig fei­er­te den direk­ten Auf­stieg als Tabel­len­zwei­ter hin­ter Mag­de­burg und für den FCK wur­de es die Rele­ga­ti­on gegen Dyna­mo Dres­den. Den 38. Spiel­tag ver­brach­te man wegen dem annu­lier­ten Spiel gegen Türk­gücü auf der Couch und leck­te sich die Wunden.

Die Sai­son ende­te mit der Ent­las­sung von Trai­ner Ant­wer­pen und Co-Trai­ner Döp­per, sehr zum Unmut vie­ler Fans. Tja, der Bet­ze macht halt Betze-Sachen.

Relegation

Mit Dirk Schus­ter als neu­em Trai­ner ging es dann in die Rele­ga­ti­on gegen Dres­den. Im Heim­spiel gab es dann nichts. Ein Null-Zu-Null auf dem Bet­ze. Mei­ne Befürch­tun­gen schie­nen sich zu bewahr­hei­ten. Ja, Ein­satz und Moti­va­ti­on stimm­ten, aber das Spiel war grau­en­haft. Und es war beson­ders ärger­lich, da Dres­den an die­sem Tag schlag­bar war, ja geschla­gen hät­te wer­den müssen.

Dass es ein Hexen­tanz in Dres­den geben wür­de, war somit klar. Und so kam es dann auch. Die Füh­rung durch Hans­lik in der 59. Spiel­mi­nu­te brach­te zwar ein wenig Beru­hi­gung für mei­ne Ner­ven, aber bis dahin war Dres­den gefühlt näher am Tor. Nach dem 0:1 für den FCK dreh­te Dres­den dann noch­mal am Dyna­mo. Nun, ihnen blieb ja nichts ande­res übrig, als „All-In“ zu gehen. Die Kon­ter­chan­cen für den FCK hiel­ten sich in Gren­zen. Und nur durch einen bären­star­ken Matheo Raab blieb die Kis­te der Bet­ze­bu­ben sau­ber. Die Erlö­sung kam dann erst in der Nach­spiel­zeit durch Her­cher, der in der 92. Minu­te zum 0:2 ein­schob. Zuvor hät­te eigent­lich Boyd schon alles klar machen kön­nen, ja müssen.

Im Anschluss an die Ent­schei­dung durch Her­cher hat­te die Dresd­ner Fan­kur­ve Sil­ves­ter, und anstatt das Spiel nach Böl­lern, Rake­ten und Pyros auf dem Spiel­feld und min­des­tens zwei offe­nen Brän­den in der Kur­ve abzupfei­fen, ließ der Schi­ri nach etli­chen Minu­ten der Unter­bre­chung noch­mals ansto­ßen. Nun denn … die Num­mer war eh gelaufen.

Jetzt heißt es, Magen­ta Sport kün­di­gen und Sky Sport abon­nie­ren. Einen Wer­muts­trop­fen gibt es ja immer 😉

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Und viel­leicht schaf­fe ich es nach Jah­ren end­lich mal wie­der nuf uf de Betze.

For­za FCK!

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