Sixstring Diaries

Saitenvoodoo II: D’Addario XTs

Mit ein klein wenig Ver­zö­ge­rung, also nicht direkt par­al­lel zu mei­nem Test der Eli­xir Opti­webs, habe ich mir jetzt die D’Ad­da­rio XT Sai­ten geschnappt. Seit Jah­ren spie­le ich auf alle mei­nen Gitar­ren D’Ad­da­rio Sai­ten. Von dort kommt jetzt mit den XTs eine neue Genera­ti­on von beschich­te­ten Sai­ten. So wie bei den Eli­xir Opti­webs inter­es­siert mich, ob der wesent­lich höhe­re Preis es wert ist oder nicht.

Wie schon bei den Eli­xir Opti­webs geht es mir um drei Din­ge: Ton, Fee­ling und Halt­bar­keit. Dabei akzep­tie­re ich kei­ne Kom­pro­mis­se. Ins­be­son­de­re las­se ich mich auf kei­ner­lei Abstri­che bei Ton und Fee­ling ein, die im Sin­ne der Halt­bar­keit der Sai­ten gemacht wer­den müss­ten. Dies waren die Schwä­chen der ers­ten Genera­ti­on von beschich­te­ten Sai­ten von Eli­xir, die mich über­haupt nicht über­zeugt hat­ten, ins­be­son­de­re ange­sichts des wesent­lich teue­ren Preises. 

Ich habe bereits dar­über geschrie­ben, dass man bei der neus­ten Genera­ti­on der Eli­xir Sai­ten, näm­lich den Opti­webs, über­haupt kei­ne Abstri­che bei Ton und Fee­ling machen muss. Wobei das Fee­ling bei den Opti­webs im Ver­gleich zu unbe­schich­te­ten, also „nor­ma­len“ Sai­ten deut­lich spür­bar ist, aber über­haupt nicht zum Nach­teil. So lau­te­te jeden­falls mein per­sön­li­ches Urteil, was natür­lich über­haupt nicht objek­tiv ist bzw. sein kann.

Erste Eindrücke mit den D’Addario XTs 

Hier kommt jetzt der ers­te Unter­schied zum tra­gen, was die D’Addario XTs betref­fen: Zwi­schen die­ser beschich­te­ten Vari­an­te und den unbe­schich­te­ten D’Addarios aus der „nor­ma­len“ XL-Rei­he spü­re ich über­haupt kei­nen Unter­schied, wohin­ge­gen es eine spür­ba­ren Unter­schied zwi­schen den Eli­xir Opti­webs und „nor­ma­len“ Sai­ten gibt, aber noch­mal: mei­ner Mei­nung bzw. mei­nem Geschmack nach nicht zum Nachteil.

Auch in Sachen Ton höre ich über­haupt kei­nen Unter­schied zwi­schen den „nor­ma­len“ XLs und den beschich­te­ten XTs. Dies gilt zumin­dest für den Ver­gleich unmit­tel­bar nach dem Auf­zie­hen. Es gibt ein paar Review­er da drau­ßen, die einen Unter­schied zu hören glau­ben. Hier wird dann davon berich­tet, die XTs hät­ten mehr Mit­ten. Nun, das mag zutref­fen. Für mei­ne Ohren ist der Unter­schied, sofern es ihn über­haupt gibt, nicht zu hören. Span­nen­der wird für mich die Fra­ge, ob die XTs ihren Ton nicht ver­lie­ren bzw. wie lan­ge es dau­ert, bis man tonal einen Unter­schied fest­stellt und sich die Sai­ten tot­ge­spielt haben und defi­ni­tiv gewech­selt wer­den müss­ten. Kom­men wir also zur Haltbarkeit.

Haltbarkeit – lohnt sich der teuere Preis?

Wie schon bei den Eli­xirs wird die Halt­bar­keit zu dem ent­schei­den­den Kri­te­ri­um. In You­Tube fin­den man ver­ein­zelt Reviews der XTs (z. B. in dem von Ben Coombs), in denen behaup­tet wird, man hät­te bis zu einem hal­bes Jahr lang mit dem sel­ben Satz gespielt, ohne das sich die Sai­ten tot­ge­spielt hätten.

Dies kann ich jeden­falls nicht bestä­ti­gen, da ich die Sai­ten bereits nach vier Wochen wech­seln muss­te. Damit haben mich die XTs jetzt nicht ent­täuscht, hal­ten sie doch län­ger als die XLs. Aber im Ver­gleich zu den Eli­xir Opti­webs stre­cken sie dann doch deut­lich frü­her alle vie­re von sich.

Die Konkurrenz aus dem eigenen Hause: Die NYXLs

Wie sieht es eigent­lich mit der Kon­kur­renz aus dem eige­nen Hau­se aus? Neben den „nor­ma­len“ XLs gibt es bei D’Addario ja schon län­ger die NYXLs, die ins­be­son­de­re mit dem Ver­spre­chen län­ge­rer Halt­bar­keit auf den Putz hau­en. Nun, ich per­sön­lich habe bis jetzt noch kei­ne NYXLs aus­pro­biert. Hört man sich ein biss­chen um und recher­chiert im Netz, so stößt man bei dem einen oder ande­ren Review auf die gemach­te Erfah­rung, dass sich die NYXLs im Ver­gleich zu den „nor­ma­len“ XLs straf­fer anfüh­len wür­den. Hier und da wird gesagt, man hät­te das Gefühl, einen Satz dicke­rer Sai­ten zu spie­len. Inso­fern dies zutref­fen wür­de, wäre das natür­lich nicht so schön. Aber wie schon gesagt, ich per­sön­lich hat­te noch kei­ne NYXLs unter den Fin­gern. Viel­leicht hole ich das mal bei Gele­gen­heit nach. 

Rock On!

2 Gedanken zu „Saitenvoodoo II: D’Addario XTs“

  1. OK, woll­te auch hier noch ein­mal kom­men­tie­ren. Die XTs habe ich neu­lich test­wei­se auf eine Gitar­re gezo­gen, kann dazu aber auch nicht viel sagen, da ich in der Ver­gan­gen­heit sel­ten beschich­te­te Sai­ten ver­wen­det habe. Bin gespannt, wie sich die­se Sai­ten betreffs Lebens­dau­er und Klang auf Dau­er bewäh­ren… sie füh­len sich auf jeden Fall direkt „ech­ter“ an als die beschich­te­ten Sai­ten, die ich vor ca. 10 Jah­ren mal getes­tet habe. 

    Die NYXLs habe ich aus­gie­big getes­tet und mag sie sehr gern. Klar, Mar­ke­ting ist immer ein Fak­tor, aber ich fin­de schon, dass sie das Geld wert sind. Zum einen klin­gen sie einen Hauch lau­ter und bril­lan­ter als die nor­ma­len XL-Sai­ten von D’Ad­da­rio, was sicher der ande­ren Legie­rung geschul­det ist.
    Tat­säch­lich haben sie sich im Här­te­test wirk­lich bewährt. Ich habe sie einen Som­mer lang auf mei­ner dama­li­gen Haupt­gi­tar­re getes­tet. Jeden Tag damit unter­rich­tet, geübt, auf­ge­nom­men und das bei enorm war­mem Wet­ter und dem­entspre­chend schwit­zen­den Händen.
    Auch live habe ich damals damit wäh­rend der Test­pha­se gespielt und selbst nach Wochen die­ses „Extrem­ein­sat­zes“ klan­gen sie noch immer gut und kei­ne ist gerissen 🙂

    Ich habe sie damals auch einem Schü­ler emp­foh­len, der aller­dings Pech hat­te. Dem ist die e1-Sai­te beim Auf­zie­hen geris­sen, was ärger­lich war. Wir haben dem Ver­trieb dies mit Hin­weis auf die „Seri­en­num­mer“ (Fer­ti­gungs­da­tum, so dass man ggf. ver­glei­chen konnte,ob da bei eini­gen Sät­zen was bei der Pro­duk­ti­on schief­ging) gemel­det, aber klar, das war kein guter ers­ter Eindruck. 

    Ich war jedoch zufrie­den, denn die­ser eine Satz hat­te in jenem Som­mer wirk­lich eini­ges mit­ge­macht und haben sich wahr­lich bewährt. Ange­sichts der lan­gen Lebens­dau­er fand ich den Preis abso­lut ok. Klar, die Ergeb­nis­se kön­nen vari­ie­ren, wenn z.B. jemand einen sehr aggres­si­ven Hand­schweiß oder eine weit­aus aggres­si­ve­re Spiel­wei­se hat als ich. 

    Viel­leicht hel­fen mei­ne Erfah­run­gen ja dem einen oder ande­ren bei der Wahl des nächs­ten Sat­zes Saiten 😉

    Antworten
    • Mer­ci für Dei­nen Erfah­rungs­be­richt mit den „NYXLs“. Lei­der hat­te ich bis heu­te immer noch kei­ne Gele­gen­heit, die mal selbst aus­zu­pro­bie­ren. Ich bin der­zeit bei den Opti­webs von Eli­xir hän­gen geblie­ben und sehr zufrie­den damit.

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